Am 27. Oktober 2006 veranstaltete PrOut@Work, die Interessenvertretung der GLBT-Mitarbeiternetzwerke und -Berufsverbänden (gay, lesbian, bi- and transexual), in Frankfurt ihr erstes bundesweites Forum – Gastgeberin war die Deutsche Bank AG.
PrOut@Work wurde auf Initiative von der Deutsche Bank AG, Commerzbank, IBM, Völklinger Kreis e.V, Wirtschatsweiber e.V. und einiger anderer Organisationen gegründet.
Jürgen Fitschen, GEC-Mitglied und Global Head of Regional Management, begrüßte die 58 Teilnehmer verschiedener Unternehmen wie Deutsche Bahn, Deutsche Post, Postbank, BP, UBS, Hypo Vereinsbank, TNT Express, u.a., und betonte die Bedeutung von Netzwerken in einem global aufgestellten Unternehmen. Stadtrat Eugenio Munoz del Rio überbrachte anschließend ein Grußwort der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, die die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte.
Die Idee und Ziele von PrOut@Work, stellte Dr. Jean-Luc Vey, Steering Committee Mitglied der Rainbow Group Germany, das GLBT Mitarbeiternetzwerk der Deutschen Bank und Mitgründer von PrOut@Work, in einem einführenden Vortrag vor. Im Anschluss daran verdeutlichte Albert Kehrer, Business Developement Executive für das GLBT Segment für Europa bei der IBM sowie Mitbegründer des GLBT Netzwerkes EAGLE@IBM, am Beispiel der selbstkritischen Vorstellung des Mitarbeiternetzwerkes der IBM die Anforderungen und Herausforderungen an ein solches Netzwerk.
Die Erfolgsfaktoren von Mitarbeiternetzwerken aus Sicht von HR skizzierte Hans Jablonski, der bei der Deutschen BP für Diversity und die Einbindung von Mitarbeitergruppen zuständig ist. Jedes Netzwerk müsse gut organisiert und strukturiert sein sowie über eine klare inhaltliche Ausrichtung verfügen, auch was den wirtschaftlichen Nutzen betreffe. "Die Professionalität ist ausschlaggebend, um Anerkennung zu bekommen und die eigenen Themen adressieren zu können", betonte Jablonski. Auch die Unterstützung aus dem Management und seitens des Personalbereichs sei wichtig, ebenso wie eine gute interne wie externe Vernetzung und politisches Gespür innerhalb der Organisation.
Wie "tickt" ein Manager? Diese Frage wurde von Volker Ostler, Executive Coach und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Diversity Management, erörtert. Der selbstständige Managementberater zeigte Tipps und Ratschläge auf, wie FreundInnen und Verbündete gefunden werden können und somit Unterstützung im Management erlangt werden kann.
Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden in vier verschiedenen Workshops die Möglichkeit sich mit den Themen "Fundierte Argumentationshilfen für GLBTNetzwerke", "Vermarktung von Netzwerken – wie finde ich MitstreiterInnen für mein Netzwerk", "Eventmanagement PrOut@Work" und "Fears and Force – über den Umgang mit eigenen Ängsten und der Begegnung von Widerständen am Arbeitsplatz" auseinanderzusetzen.
Bei einer abschließenden Diskussionsrunde hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit sich über die Workshopergebnisse und andere Themen untereinander auszutauschen.
"Unser Ziel, mit dieser Veranstaltung einen regen Erfahrungsaustausch rund um das Thema Mitarbeiternetzwerke zu initiieren, haben wir erreicht - das zeigen uns die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden", resümiert Dr. Jean-Luc Vey. Diese positive Resonanz und das rege Interesse nimmt PrOut@Work zum Anlass, auch im nächsten Jahr ein Deutsches Forum zu planen.
